Dieses Szenario, welches von HBI Patrick Pichler (Abschnittsbeauftragter für den Atemschutz und Kommandant der FF Heiligenkreuz am Waasen) vorbereitet wurde, sollte den Atemschutzgeräteträgern eine Übung bieten, die sehr nahe an die Realität kommt.

Ausgesucht wurde ein altes Wohnhaus mitten im Ortszentrum von Heiligenkreuz am Waasen. „Das Gebäude wird in den nächsten Wochen abgerissen“, erzählt HBI Pichler und erklärt sein Vorhaben. „Hier finden wir alles vor um eine reale Einsatzübung abhalten zu können, erstens können wir das ganze Haus vernebeln, und zweitens haben wir nahe dem Übungsobjekt eine Tischlerei, eine Tankstelle und eine Trafik die geschützt werden müssen.“

Kurz nach 15:30 Uhr alarmierte der Besitzer über Notruf einen Brand im Wohnhaus „Marktplatz 25“. Die sofort alarmierten Feuerwehren Heiligenkreuz am Waasen und Großfelgtisch (Alarmstichwort) rückten mit fünf Fahrzeugen und 34 Einsatzkräften an. Die aus dem Haus schlagenden Flammen und der enorme Rauch, die Hilfeschreie und einige Detonationen zogen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Schaulustige an.

Beim Eintreffen der beiden erstalarmierten Feuerwehren warteten schon die ersten Probleme. Sowohl Schaulustige als auch der Durchzugsverkehr sorgten für die erste Behinderung, da sich das Übungsobjekt mitten im Ort befindet. So wurde umgehend eine Umfahrung eingerichtet, damit die eingesetzten Kräfte ungehindert arbeiten konnten. Aufgrund der Erkundung und des Einsatzausmaßes ließ Einsatzleiter HBI Patrick Pichler die Feuerwehren, Empersdorf, Edelstauden, Allerheiligen bei Wildon, St. Ulrich am Waasen, Feiting und St. Georgen an der Stiefing nachalarmieren. Vorausschauend das vermutlich mehrere Atemschutztrupps eingesetzt werden müssen, verständigte man das Atemluftfahrzeug der FF Leibnitz.

Sofort begannen die Feuerwehren mit den Löscharbeiten, der erste Atemschutztrupp musste die versperrte Eingangstür gewaltsam öffnen, um mit der Menschenrettung zu beginnen. Von zwei Seiten startete man einen Innenangriff mittels HD-Rohr, um den Brand zu bekämpfen. Die nachrückenden Feuerwehren bauten den Brandschutz gegenüber den gefährdeten Objekten auf.

Insgesamt mussten die eingesetzten Atemschutztrupps neun Personen sichten und retten. Die geretteten wurden dem Roten Kreuz und dem Feuerwehrarzt übergeben, die die Erstversorgung durchführten.

Die sehr gut ausgearbeitete Übung verlangte von den Frauen und Männer der Feuerwehr psychisch und physisch alles ab. Manchmal verlangte die Situation es, „Brandbekämpfung vor Menschenrettung“ um die Flammen zu löschen und nicht die Einsatzkräfte zu gefährden.

Nach eineinhalb Stunden konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Respekt für die perfekte Übungsvorbereitung, für den tadellosen und unfallfreien Übungsablauf und der hervorragenden Leistung der eingesetzten Mannschaften zollten am Schluss der Veranstaltung die beim Feuerwehrhaus Heiligenkreuz am Waasen stattfand, die Übungsbeobachter, Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Krenn und Beirätin der Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen, Dorothea Kickmaier.

 

Presseinformation: 

OBI d.V. Herbert Putz (Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeit - BFV Leibnitz)

Bilder: HBI Stefan Lammer

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